Wie funktioniert ein Geigerzähler?

16, März, 2011 Sonstiges

Der Geigerzähler wird auch Geiger-Müller-Zählrohr genannt. Die Benennung erfolgte nach dem deutschen Physiker Hans Geiger und seinem Assistenten Walther Müller.

Wie ist der Geigerzähler aufgebaut?

Der Geigerzähler sieht von Außen aus wie eine Metallröhre. Diese ist mit Edelgas gefüllt ist, das unter leichtem Unterdruck gehalten wird. In der Mitte der Metallröhre ist ein Wolframdraht gespannt. Bei diesem Apparat wird nun Hochspannung angelegt. Die Metallröhre ist nun negativ geladen (Kathode) und der Wolframdraht positiv (Anode).

Was misst diese Apparatur?

Der Geigerzähler misst ionisierende Strahlung, also jede Form von Strahlung die energetisch befähigt, ist Außenelektronen aus Molekülen “zu schlagen”. Beim Zerfall von Stoffen, die radioaktiv sind, entsteht diese ionisierende Strahlung. “Radioaktive Strahlung” wie sie in den Nachrichten gebraucht wird, gibt es physikalisch nicht. Bei den Arten von ionisierender Strahlung unterscheidet man Alpha-, Beta- und Gammastrahlung sowie freie Neutronen.

Wie misst der Geigerzähler die ionisierende Strahlung?

Tritt die ionisierende Strahlung in den Geigerzähler ein, werden Elektronen aus den Edelgasatomen im Zählrohr geschlagen. Diese negativ geladenen Elektronen werden durch die Hochspannung beschleunigt in Richtung der positiv geladenen Anode gezogen. Durch die hohe Beschleunigung ionisiert es aus seinem Weg weitere Sekundärteilchen. Das so ionisierte Gas im Zählrohr schließt den Stromkreis. Die Spannung wird verstärkt und über einen Lautsprecher in ein akustisches Signal umgewandelt. Das “Knacken” des Geigerzählers ist zu hören.

Was ist zu beachten?

In jeder Umgebung auf der Erde gibt es ionisierende Strahlung, man wird also nirgends einen Ort finden, bei dem der Geigerzähler nicht “knackt”. Das ist kein Grund zur Besorgnis. Problematisch ist es, wenn diese Strahlung plötzlich zunimmt.
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