Bridgekameras – guter Mittelweg oder schlechter Kompromiss?
Am 14. Dezember, 2010 in Foto & Videokamera, Multimedia von admin
Nicht zum Kartenspielen geeignet
Die Bridgekameras sind Fotoapparate, die die Eigenschaften einer Spiegelreflexkamera mit der einer Kompaktkamera vereinen und somit eine Brücke zwischen den beiden Konstruktionsprinzipien schlagen. Es handelt sich hierbei also um Modelle, die bezüglich ihrer Maße als auch Funktionen die Mitte dieser Aufnahmegeräte bilden. Sie können aufwendige Zoomobjektive aufweisen und bieten in den meisten Fällen neben den Automatikfunktionen auch manuelle Einstellungen. Statt dem Spiegelreflexsucher wird allerdings ein elektronisches Suchersystem verwendet. Handelt es sicher hierbei nun um einen guten Mittelweg, oder erfolgen durch den Kompromiss zu viele Einbußen?
Vor- und Nachteile
Die Bridgekamera entspricht ungefähr einer Spiegelreflexkamera für Einsteiger, weist jedoch generell einen weit größeren Brennwertbereich auf den, über den die üblichen Einsteigerobjektive verfügen, und der optische Zoomfaktor liegt zwischen 12 und 30, was ebenfalls weit über den von Kompaktkameras hinausgeht. Dies ist besonders praktisch, da man so in jeder Situation die richtige Brennweite zur Hand hat. Des Weiteren hat die Brigdekamera gegenüber der Spiegelreflexkamera den Vorteil der der etwas kompakteren Bauweise sowie die Option der Live-Vorschau der Bilder auf dem LCD- Monitor. Doch es gibt auch Nachteile: Durch die hohe Brennweitenspanne verschlechtert sich besonders bei hohen Brennweiten die Abbildungsqualität. Außerdem wird durch die wesentlich kleineren Bildsensoren ein stärkeres Bildrauschen erzeugt, und die Schärfentiefe bietet weniger Spielraum. Durch den elektronischen Sucher wird auch im manuellen Bereich die Fokussierung erschwert.